Ausgangspunkt für die Wanderung
Unsere auf den nächsten Seiten beschriebene Wanderung ist eine Kurzwanderung die vom Wanderparkplatz am Friedhof (212m ü.N.), Richtung Ahlhausen dann über die Nister zum Weltende und zurück führt. Die Wanderung ist ca. 10 km lang.
Ausgangspunkt für unsere Wanderung:
Mit PKW zum Parkplatz am Friedhof in Stein-Wingert.
Schwierigkeit:
Mittelschwere Wanderung, festes Schuhwerk erforderlich. An einigen Stellen, muss man ein wenig klettern aber dies stellt für den Durchschnittswanderer kein größeres Problem dar.
Auf schmalen Pfaden nach Ahlhausen
Vom Wanderparkplatz geht es ca. 20 m in Richtung Stein-Wingert dann biegt man auf den entsprechend markierten Wanderweg nach links ab. Nach ca. 50 Metern über einen Wiesenfeldweg geht es dann über den schmalen Pfad immer am Hang entlang Richtung Ahlhausen.
Oberhalb des Pfades auf dem Bergrücken über Ahlhausen siedelten in Vorzeiten bereits die Kelten.
Man kann deutlich die Ringwälle im Gelände erkennen und ungefähr 300 m vor dem Ortseingang von Ahlhausen befindet sich eine re-konstruktion eines Ringwallabschnittes mit entsprechenden Erklärungen auf einer Tafel.
Die Nister in den verschiedenen Jahreszeiten
Hochwasser
Schneeschmelze
Eisschollen haben sich in den tief in das Wasser hängenden Ästen der Bäume verfangen. Ganz zugefroren ist die Nister noch nicht - zumindest solange wie wir hier schon spazieren gehen nicht.
Früher war das vielleicht anders...
Erstes Erwachen der Blumen
Eingeschleppte Pflanzen - eine Gefahr für Mensch und Pflanzen
Leider gibt es an der Nister auch eingeschleppte Pflanzen die eine große Gefahr für die heimische Flora darstellen. Zu diesen gehören u.a. das "Drüssige Springkraut" (Impatiens glandulifera) und die Herkulestaude oder aus Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum).
Beide Pflanzen sehen sicherlich toll aus - sind aber keine heimischen Pflanzen und Verdrängen die angestammten Pflanzen durch die agressive Verbreitung.
Die Herkulesstaude beispielsweise bildet photosensibilisierende Stoffe die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken; d.h. die Pflanze sollte man tunlichst nicht mit bloßen Händen anfassen. Durch die Berührung und Tageslicht können schmerzhafte und schwer heilende Verbrennungen entstehen - also Finger weg!
Tiere rechts und links des Weges
Wir konnten schon sehr oft Tiere beobachten - beispielsweise kommt hier der Eisvogel, die Wasseramsel und die Gebirgs Bachstelze vor.
Leider sind die beiden ersten Vertreter ihrer Art dermaßen schnell das es mir noch nicht gelungen ist ein brauchbares Foto zu schiessen. - Na ja, vielleicht klappt es ja doch einmal!
Up were the eagles fly...
Nun Adler gibt es nicht bei uns aber dafür Bussarde, Habichte und Milane.
Hier schrauben sich zwei Bussarde in der Thermik in die Höhe - es sieht fast so aus als wollten Sie zum Mond fliegen.
Ein Reh in den Nisterwiesen
Wir konnten eines Tages eine ganze Weile ein Reh beim äsen beobachten. Der Wind stand sehr günstig, so das wir ohne Misstrauen zu erwecken recht nahe herankamen und per Teleobjektiv schöne Aufnahmen machen.
Der Anstieg zum Weltende
In Ahlhausen geht es über die Brücke und direkt hinter der Brücke steht auch schon der Wegweiser zum Weltende. Der schmale Pfad führt rechts steil bergauf.
Wenn man links abbiegt kommt man auf den Marienwanderweg, bzw. kann eine schöne Rundwanderung über Idelberg und zurück nach Stein-Wingert machen - aber diese Wanderung beschreiben wir noch separat.
Pilze am Wegesrand
Im Herbst findet man entlang des Pfades auch Pilze. Unter anderem gibt es hier an essbaren Pilzen den Rotfußröhrling, Maronen und Pfifferlinge und den einenoder anderen Steinpilz konnten wir auch schon finden.
Den weißen Pilz kenne ich nicht, weiß aber nur soviel das der nicht essbar ist...
Kleine Klettereinlagen sind schon erforderlich
Zu dem Zeitpunkt wie wir die Bilder gemacht hatten war der Weg teilweise durch umgestürzte Bäume blockiert und sehr schwer passierbar. Der Pfad ist aber kurz darauf wieder passierbar gemacht worden und ist wieder gut begehbar.
Iris musste teilweise schon ganz schön klettern um auf dem schmalen Pfad über die umgestürzten Bäume zu gelangen.
Historische Eisenerzgrube "Consolidierte Sonnenberg"
Der Pfad zum Weltende schlängelt sich berauf und bergab, nach etwa 15 Minuten führt der Pfad direkt runter zum Ufer der Nister. Hier kann man eine Abraumhalde erkennen die zu dem hier vor langer Zeit betriebenen Eisenerzbergwerk gehört.
Aus dem Tunneleingang läuft Wasser - hinein sind wir noch nicht gegangen - leider gibt es keine Informationen zur Geschichte dieses alten Bergwerkes. Das muss ich aber korrigieren, denn Bernhard Theis aus Wissen hat unseren Bericht gelesen und uns weitere Informationen zum Bergwerk und eine Kopie eines entsprechenden Zeitungsbereichtes der Rhein Zeitung zur Verfügung gestellt. Danke dafür!
(C) Rheinzeitung, Nr. 276 vom 28.11.1995
Hier handelt es sich um den "Neuen tiefen Stollen" der Grube "Consolidierte Sonnenberg" die im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden ist. Laut "Beschreibung des Bergreviers Hamm an der Sieg" (1855) ist das Bergwerk zunächst vom Tage aus durch Schächte betrieben worden und erhielt später zwei Stollen.
Einer der Stollen, der hier beschriebene, "brachte eine Taufe von 80m unter Tage ein".
Abgebaut wurden Eisen, Blei und Zink. Erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhundert "der Sonnenberg" hatte schon lange keinen "richtigen Bergmann" mehr gesehen, versuchte sich ein Einheimischer in den dunklen und feuchten Gängen mit einer Pilzzucht und baute sogar eine kleine Materialseilbahn quer über die Nister. Das hoffnungsvolle Projekt musste aber aufgegeben werden.
Seit her fühlen sich die Fledermäuse in ihrem angestammten Winterquartier wieder wohl. Ein Schutzgitter lässt ungebeten Gäste aussen vor.
Hochwasser überschwemmt den Pfad
Die Anstiege werden etwas steiler
Am Weltende!
Tja, nun sind wir am Weltende - und die Welt endet nicht. Von hier aus hat man bei schönem Wetter eine tolle Aussicht über das Tal der Nister und die Umgebung. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein - ein schöner Platz.
Und weil der Platz so schön ist, habe ich ganz vergessen ein Bild zu machen...das werde ich aber bei der nöchsten Tour nachholen und das Bild dann hier aktualisieren.
Man kann den Weg wieder zurück laufen, das wären dann insgesamt ca. 10 km oder folgt dem Weg weiter bergab Richtung Flögert, von da über Ahlburg wieder zurück nach Stein-Wingert....aber auch das ist eine Wanderung die wir separat noch einmal beschreiben werden









































