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Ausgangspunkt für die Wanderung

 

Unsere auf den nächsten Seiten beschriebene Wanderung ist eine Kurzwanderung die vom Wanderparkplatz am Friedhof (212m ü.N.), Richtung Alhausen dann über die Nister zum Weltende und zurück führt.  Die Wanderung ist ca. 10 km lang und ist eine Teilstrecke von Etappe 11 des Westerwaldsteiges

Ausgangspunkt für unsere Wanderung:

Mit PKW zum Parkplatz am Friedhof in Stein-Wingert.  

Schwierigkeit:

Mittelschwere Wanderung, festes Schuhwerk erforderlich. An einigen Stellen, muss man ein wenig klettern aber dies stellt für den Durchschnittswanderer kein größeres Problem dar.  

Wegweiser zum Weltende
Auf schmalen Pfaden nach Alhausen
Wanderpfad nach Ahlhausen

Vom Wanderparkplatz geht es ca. 20 m in Richtung Stein-Wingert dann biegt man auf den entsprechend markierten Wanderweg nach links ab. Nach ca. 50 Metern über einen Wiesenfeldweg geht es dann über den schmalen Pfad immer am Hang entlang Richtung Alhausen.

 

Oberhalb des Pfades auf dem Bergrücken über Alhausen siedelten in Vorzeiten bereits die Kelten.

 

Man kann deutlich die Ringwälle im Gelände erkennen und ungefähr 300 m vor dem Ortseingang von Alhausen befindet sich eine re-konstruktion eines Ringwallabschnittes mit entsprechenden Erklärungen auf einer Tafel.

 

 

Die Nister in den verschiedenen Jahreszeiten
Hochwasser

Im Winter und Frühjahr gibt es sehr häufig Hochwasser - uns zieht es dann gerne in die Kroppacher Schweiz um diese Naturerscheinungen zu beobachten. Sehr häufig kann man dann auch Kanuten sehen die es geniessen durch die reisenden Strömungen zu paddeln.

  • Nister Hochwasser
  • Nister Hochwasser
  • Nister Hochwasser
  • Nister Hochwasser
  • Nister Hochwasser bei Ahlhausen
  • Nister Hochwasser bei Ahlhausen
Nister Hochwasser bei Ahlhausen
Schneeschmelze

Eisschollen haben sich in den tief in das Wasser hängenden Ästen der Bäume verfangen. Ganz zugefroren ist die Nister noch nicht - zumindest solange wie wir hier schon spazieren gehen nicht.

 

Früher war das vielleicht anders...

  • Schneeschmelze an der Nister
  • Winter an der Nister
Erstes Erwachen der Blumen

Nahe am Wasser, an sonnigen Stellen, beginnt die Natur die triste Stimmung mit den ersten Blüten und Blumen aufzuhellen und die ersten Bienen stellen sich ein um nach dem Winter wieder Nektar aufzunehmen.

 

  • Gänseblümchen
  • Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Hunds-Veilchen (Viola canina)
Eingeschleppte Pflanzen - eine Gefahr für Mensch und Pflanzen
"Drüssige Springkraut" (Impatiens glandulifera)

Leider gibt es an der Nister auch eingeschleppte Pflanzen die eine große Gefahr für die heimische Flora darstellen. Zu diesen gehören u.a. das "Drüssige Springkraut" (Impatiens glandulifera) und die Herkulestaude oder aus Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum).

 

Beide Pflanzen sehen sicherlich toll aus - sind aber keine heimischen Pflanzen und Verdrängen die angestammten Pflanzen durch die agressive Verbreitung.

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)

 

Die Herkulesstaude beispielsweise bildet photosensibilisierende Stoffe die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken; d.h. die Pflanze sollte man tunlichst nicht mit bloßen Händen anfassen. Durch die Berührung und Tageslicht können schmerzhafte und schwer heilende Verbrennungen entstehen - also Finger weg!

Tiere rechts und links des Weges

Wir konnten schon sehr oft Tiere beobachten - beispielsweise kommt hier der Eisvogel, die Wasseramsel und die Gebirgs Bachstelze vor.

 

Leider sind die beiden ersten Vertreter ihrer Art dermaßen schnell das es mir noch nicht gelungen ist ein brauchbares Foto zu schiessen. -  Na ja, vielleicht klappt es ja doch einmal!

 

  • Buntspecht
  • Blindschleiche
  • Tag Pfauenauge
Up were the eagles fly...
Bussarde im Aufwind

Nun Adler gibt es nicht bei uns aber dafür Bussarde, Habichte und Milane.

 

Hier schrauben sich zwei Bussarde in der Thermik in die Höhe - es sieht fast so aus als wollten Sie zum Mond fliegen.

 

Ein Reh in den Nisterwiesen

Wir konnten eines Tages eine ganze Weile ein Reh beim äsen beobachten. Der Wind stand sehr günstig,  so das wir ohne Misstrauen zu erwecken recht nahe herankamen und per Teleobjektiv schöne Aufnahmen machen.

Reh
  • Reh
  • Reh
  • Reh
  • Reh
Der Anstieg zum Weltende
Wegweiser zum Weltende

In Alhausen geht es über die Brücke und direkt hinter der Brücke steht auch schon der Wegweiser zum Weltende. Der schmale Pfad führt rechts steil bergauf.

 

Wenn man links abbiegt kommt man auf den Marienwanderweg, bzw. kann eine schöne Rundwanderung über Idelberg und zurück nach Stein-Wingert machen - aber diese Wanderung beschreiben wir noch separat.

 

 

 

 

  • Weltende Pfad
  • Weltende Pfad
  • Weltende Pfad
  • Bach am Weltende Pfad
Pilze am Wegesrand

Im Herbst findet man entlang des Pfades auch Pilze. Unter anderem gibt es hier an essbaren Pilzen den Rotfußröhrling, Maronen und Pfifferlinge und den einenoder anderen Steinpilz konnten wir auch schon finden.

 

Den weißen Pilz kenne ich nicht, weiß aber nur soviel das der nicht essbar ist...

 

Rotfußröhrling
unbekannter Pilz
Kleine Klettereinlagen sind schon erforderlich

Zu dem Zeitpunkt wie wir die Bilder gemacht hatten war der Weg teilweise durch umgestürzte Bäume blockiert und sehr schwer passierbar. Der Pfad ist aber kurz darauf wieder passierbar gemacht worden und ist wieder gut begehbar.

 

Iris musste teilweise schon ganz schön klettern um auf dem schmalen Pfad über die umgestürzten Bäume zu gelangen.

 

  • Iris und umgestürzte Bäume auf dem Weltend Pfad
  • Iris und umgestürzte Bäume auf dem Weltend Pfad
Historische Eisenerzgrube "Consolidierte Sonnenberg"

Der Pfad zum Weltende schlängelt sich berauf und bergab, nach etwa 15 Minuten führt der Pfad direkt runter zum Ufer der Nister. Hier kann man eine Abraumhalde erkennen die zu dem hier vor langer Zeit betriebenen Eisenerzbergwerk gehört.

 

Aus dem Tunneleingang läuft Wasser - hinein sind wir noch nicht gegangen - leider gibt es keine Informationen zur Geschichte dieses alten Bergwerkes. Das muss ich aber korrigieren, denn Bernhard Theis aus Wissen hat unseren Bericht gelesen und uns weitere Informationen zum Bergwerk und eine Kopie eines entsprechenden Zeitungsbereichtes der Rhein Zeitung zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

 

(C) Rheinzeitung, Nr. 276 vom 28.11.1995

Hier handelt es sich um den "Neuen tiefen Stollen" der Grube "Consolidierte Sonnenberg" die im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden ist. Laut "Beschreibung des Bergreviers Hamm an der Sieg" (1855) ist das Bergwerk zunächst vom Tage aus durch Schächte betrieben worden und erhielt später zwei Stollen.

 

Einer der Stollen, der hier beschriebene, "brachte eine Taufe von 80m unter Tage ein".

Abgebaut wurden Eisen, Blei und Zink. Erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhundert "der Sonnenberg" hatte schon lange keinen "richtigen Bergmann" mehr gesehen, versuchte sich ein Einheimischer in den dunklen und feuchten Gängen mit einer Pilzzucht und baute sogar eine kleine Materialseilbahn quer über die Nister. Das hoffnungsvolle Projekt musste aber aufgegeben werden.

Seit her fühlen sich die Fledermäuse in ihrem angestammten Winterquartier wieder wohl. Ein Schutzgitter lässt ungebeten Gäste aussen vor.

 

 

Alte Eisenerzgrube am Weltende Pfad
Hochwasser überschwemmt den Pfad

Die Nister führte ein wenig Hochwasser, sodas der am Wasser entlang laufende Pfad überschwemmt war. Man kann aber ohne nass zu werden am oberhalb des Pfades laufen - die überschwemmte Strecke ist meist auch nur 5 - 6 Meter lang.

 

  • Überschwemmter Weltende Pfad
  • Weltende Pfad
Die Anstiege werden etwas steiler

Der Pfad führt weiterhin bergauf und bergab und die letzten Anstiege werden steiler.

 

Welteende Pfad
  • Weltende Pfad
  • Weltende Pfad
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Am Weltende!

Tja, nun sind wir am Weltende - und die Welt endet nicht. Von hier aus hat man bei schönem Wetter eine tolle Aussicht über das Tal der Nister und die Umgebung. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein - ein schöner Platz.

 

Und weil der Platz so schön ist, habe ich ganz vergessen ein Bild zu machen...das werde ich aber bei der nöchsten Tour nachholen und das Bild dann hier aktualisieren.

 

Man kann den Weg wieder zurück laufen, das wären dann insgesamt ca. 10 km oder folgt dem Weg weiter bergab Richtung Flögert, von da über Ahlburg wieder zurück nach Stein-Wingert....aber auch das ist eine Wanderung die wir separat noch einmal beschreiben werden