Fossilienfunde am Stöffel
Fossilienlagerstätte Stöffel

Vor 25 Millionen Jahren gab es in unserem Gebiet erhebliche vulkanische Aktivitäten. Das Klima war zu dieser Zeit wesentlich wärmer und subtropisch und im heutigen Stöffelgebiet befand sich ein See.

 

In und um den See herum gab es eine vielfältige Fauna & Flora - ein Vulkanausbruch begrub dann den See und in der Seditmentschicht des Seebodens abgesunkene Tiere, Pflanzen wurden sozusagen für die Nachwelt "konserviert". Unter dem Druck und über die Zeit veränderte sich die Sedimentschicht und es entstand der Ölschiefer in dem heute die Fossilien gefunden werden

 

Beim Basaltabbau wurde unter der Basaltschicht neben einer Schicht Braunkohle auch eine mehrere Meter dicke Schicht Ölschiefer entdeckt. Im Ölschiefer  wurden dann Ende der 1980'er Jahre die ersten Abdrücke von Fossilien entdeckt.

 

Der Ölschiefer wird mit einem Messer vorsichtig gespalten und muss dann aber in Wasser gelagert werden bis der fossile Abdruck präpariert werden kann - wenn dies nicht geschieht zerfällt der Schiefer. Wir haben auch schon im Steinbruch Abdrücke von Blättern auf Ölschiefer gefunden - die dann aber mangels entsprechender Präparierung teilweise zerfallen sind.

 

Seit dem Jahre 1990 finden jedes Jahr im Steinbruch archäologische Ausgrabungen unter der Leitung des GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Archäologie / Erdgeschichte) aus Mainz statt. Unter der Leitung von Dr. Michael Wuttke, der übrigens heute auch noch Wissenschaftlicher Berater des Stöffelvereine e.V.'s ist, wurden bei den Ausgrabungen mehr als 20.000 Fossilien geborgen. Es wurden u.a. die Abdrücke von Kaulquappen,  Fröschen, Fischen, Insekten, Blätter und Gräser, sowie Pflanzensamen gefunden - ja und ein Pfeifhase war wohl auch dabei,

 

Die Stöffelmaus
Stöffelmaus(C) J. Habersetzer GDK

Unter den gefundenen Fossilien befand sich auch die "Stöffelmaus" (Eomys quercyi).- ein fossiler Abdruck eines Kleinsäugers mit Gleithäuten, sozusagen eine Flugmaus. Leider wurde die Stöffelmaus nicht, wie sonst üblich nach dem Fundort benannt, da bereits eine Flugmaus im französischen Quercyi gefunden wurde - schade, Eomys Enspelensis, oder so ähnlich hätte sich auch gut angehört.

 

Da die Maus auf der "Enspeler Seite" lag, konnten wir in Stockum-Püschen leider nicht den Fund für uns beanspruchen. In "unserem Bruch" wurden allerdings auch schon häufiger alte Bettmatrazen, Motorräder oder Autoteile gefunden - allerdings ist der wissenschaftl. Nährwert dieser Funde nun nicht unbedingt erwähnenswert...und lässt wohl eher auf "Entsorgung" schliessen.

 

 

Stöffelpark
Stöffelpark (C) 2007 Stöffelpark

Mittlerweile ist direkt vor unserer Haustür der Stöffelpark entstanden. Der Park ist 

eine gelungene Synthese von Erlebnisarchäologie, Tertiärpark und Industriedenkmal und ermöglicht Jung & alt mehr über "unseren Stöffel" zu erfahren.

Neben vielen Veranstaltungen, kann man u.a. die historische Schmiede für Feste aller Art und Platz bis zu 100 Personen mieten.

Im Oktober 2009 wurde dann auch die Nordic Walkingstrecke " Nordic-Walking PW "Rund um den Stöffel" eingeweiht - jetzt kann man rund um den Stöffelpark und mal eben durch die Ergeschichte "walken".

 

Der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel hat Dienstag bis Sonntags von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

 

Weitere Informationen gibt es unter Stöffelpark 

 

 

Stöffelpark (C) 2007 Stöffelpark